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Projekt Feuchtwälder in Deutschland

Expertentreffen auf Burg Lenzen

Theoretisches und praktisches Wissen zusammenzuführen, war das Ziel eines Experten-Workshops, zu dem die DUH auf die Burg Lenzen/Brandenburg eingeladen hat. In Fachvorträgen wurden vor allem rechtliche, organisatorische aber auch technische und finanzielle Rahmenbedingungen von Wiedervernässungsprojekten diskutiert. Besonders vorteilhaft war für die 20 Teilnehmer, die aus allen norddeutschen Bundesländern anreisten, die Möglichkeit im Nahbereich Projekte zur Wiedervernässung in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg zu besichtigen. Einhellige Meinung der Experten: Die klimatischen Veränderungen verstärken die Notwendigkeit schnell etwas für die verbliebenen Reste der artenreichen Feuchtwälder in Deutschland zu tun.

Dabei geht es nicht darum, Wälder einfach „unter Wasser“ zu setzen. Die Waldgesellschaften würden darauf unvermittelt reagieren und kurzerhand absterben. Erforderlich ist eine schrittweise Herangehensweise. Denn abgesehen von Flächen, die ausschließlich dem Naturschutz gewidmet sind, wird in Feuchtwäldern eine nachhaltige forstwirtschaftliche Nutzung weiterhin das Ziel sein. Insbesondere für Privateigentümer – und viele kleine Bruch- und Quellwälder befinden sich in deren Hand - ist dieser Aspekt besonders wichtig.

Dennoch: Jede – auch noch so kleine - Anhebung des Wasserstandes in Richtung auf eine frühere Situation wirkt sich positiv und bestandsichernd aus. Da in der heutigen Kulturlandschaft alle Feuchtwälder von bestehenden Grabennetzen zur Entwässerung landwirtschaftlicher Flächen umgeben sind, ist der Einsatz geeigneter Stauanlagen unerlässlich. Technisch bestehen hier vielfältige Möglichkeiten: Bohlenstaue, Kofferdämme, Sohlgleiten, Überlaufrohr-Stau, Dammbalkenwehr, Heidekrautballenstau - ein weites Feld zum Fachsimpeln im Kreis von Praktikern.

Als nächster Schritt steht nun die Erarbeitung eines Leitfadens auf dem Plan, in dem die bisherigen Erfahrungen, Anregungen und zur Verbesserung der Wassersituation in deutschen Feuchtwäldern zusammengestellt werden. Dieser soll dann Waldeigentümern, Wasser- und Bodenverbänden und Umweltverbänden zur Verfügung stehen. Das Projekt wird finanziell von der weltweit agierenden Alcoa-Foundation unterstützt.

Die Vorträge zum Download

Altmueller_Gewaesserreinigung.pdf

Bachbegleitende Nasswälder, Entsorgungsanlagen für nährstoffreiches Grundwasser - Dr. Reinhard Altmüller vom NLWKN

2.5 M

Augustin_Klimagassenken.pdf

Erlenstandorte als Quelle und Senke klimarelevanter Spurengase - J. Augustin (ZALF) & A. Barthelmes (EMAU)

475 K

Leitfaden_Feuchtwaelder.pdf

Feuchtwälder in Deutschland, Leitfaden zu Wiedervernässung - Konzeptentwurf

125 K

Lenschow_Moorvernaessung_MV.pdf

Erfahrungen bei der Wiedervernässung von Mooren in Mecklenburg-Vorpommern - Dr. Uwe Lenschow (LUNG-MV)

1.9 M

Neuschulz_Einfuehrung.pdf

Feuchtwälder in Deutschland Erfahrungen zur Wiedervernässung - Dr. Frank Neuschulz & Dorothee Saar (DUH)

501 K

PMeyer_Monitoring_in_Feuchtwaeldern_Niedersachsens.pdf

Monitoring in Feuchtwäldern Niedersachsens - P. Meyer (NFV)

656 K

Recht_Wiedervernaessung_Mai_2007_cz.pdf

Rechtliche Rahmenbedingungen für die Wasserrückhaltung in Feuchtwäldern - Ein Überblick - Dr. Cornelia Ziehm (DUH)

35 K

Wiedervernaessung_Droemling.pdf

Wasserrückhaltung in den Feuchtwäldern des Drömlings - Christoph Rotfuchs (Niedersächsisches Forstamt Danndorf) und Knut Sandkühler (Umweltamt Landkreis Gifhorn)

1.1 M