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Rußfrei für's Klima

Dieselruß bedroht das Polareis Bild: Mkjunie/Pixelio.de

Rußpartikel schaden dem Klima...

Untersuchungen des Klimaforschers James E. Hansen vom Goddard-Institute for Space Studies der NASA und anderer Wissenschaftler haben festgestellt, dass Ruß (engl. "Black Carbon") massiv zur Klimaerwärmung beiträgt. Die schwarzen Rußpartikel, die bei der unvollständigen Verbrennung von fossilen Brennstoffen und von Biomasse entstehen, absorbieren das Sonnenlicht und tragen so direkt zur Erwärmung der unmittelbaren Umgebung bei. Zusätzlich lagern sie sich auf den weißen Eisflächen ab und reduzieren so die Reflexion des Sonnenlichtes um bis zu 40 Prozent. Dadurch erwärmt sich das Eis noch schneller und das Abschmelzen des Gletschers wird beschleunigt (Albedo-Effekt) Rußpartikel beeinflussen zudem die Wolkenbildung und führen damit zur Veränderung der Niederschlagsverhältnisse.

...und der Gesundheit

Neben den globalen Auswirkungen auf das Klima schaden Rußpartikel auch direkt am Ort der Entstehung der Gesundheit der Bevölkerung. Aufgrund ihrer geringen Größe gelangen die Partikel bis tief in die Lungen und lagern sich dort ab. Die karzinogenen Bestandteile wirken dort und erhöhen das Risiko an Krebs zu erkranken erheblich. Auch das Risiko für Asthma, Allergien, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen wird durch Feinstaub erheblich erhöht.

Eine internationale Kampagne

„Rußfrei fürs Klima" ist gemeinsame Kampagne der Umwelt- und Verbraucherschutzverbände Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Verkehrsclub Deutschland (VCD). Seit 2009 setzen sich die Verbände zusammen mit Partnerorganisationen aus acht weiteren europäischen Ländern (Österreich, Tschechien, Dänemark, Brüssel, Frankreich, Ungarn, Slowakei, Polen und Großbritannien) für eine deutliche Reduzierung der Dieselrußemissionen ein. Ziel der Kampagne ist es, die Klimawirkung von Ruß in der politischen und öffentlichen Debatte zu thematisieren, Lösungswege aufzuzeigen und deren Umsetzung einzufordern. Wir richten uns an die Europäische Kommission, die Bundesregierung, Bundesländer und Kommunen sowie Betriebe und Verbraucher.

Mehr Informationen zu unseren Aktionen, Veranstaltungen und Pressemitteilungen finden Sie auf unserer Internetseite

 

Hintergrund-Flyer zur Kampagne

Hintergrund_Rußpartikel_2012_download.pdf

1.8 M

Projektträger/Kontakt:

Deutsche Umwelthilfe e.V.
Hackescher Markt 4
10178 Berlin
Telefon: +49 30 2400867 72
Telefax: +49 30 2400867 99
E-Mail: saar@duh.de
www.duh.de

Projektstart

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. und ihre Partnerverbände (BUND, NABU und VCD) starteten die Kampagne "Rußfrei für's Klima - kein Diesel ohne Filter!" im März 2009.