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Rußfrei für's Klima

Dieselruß bedroht das Polareis Bild: Mkjunie/Pixelio.de

Rußpartikel schaden dem Klima

Neueste Untersuchungen des Klimaforschers James Hansen vom Goddard-Institute for Space Studies der NASA und anderer Wissenschaftler haben einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen beschleunigtem Klimawandel und der Rußschicht auf der Eisfläche der Arktis festgestellt.
Die Rußpartikel (engl. "Black Carbon")  bedecken die Eiswelt der Artkis und beeinflussen so das Klima direkt und indirekt: Durch die Rußpartikel erwärmt sich die Eisoberfläche schneller und schmilzt. Die frei werdenden Wasser- und Erdflächen mit dunklerer Farbe führen zu weiterem Temperatur anstieg. Die Ablagerungen verringern die Reflexion des Sonnenlichts auf dem Eis (Albedo). Die Partikel in der Luft haben Einfluss auf die Wolkenbildung und führen zu Veränderungen der Niederschlagsverhältnisse.

Eine internationale Kampagne

Die gemeinsame Kampagne "Rußfrei fürs Klima" der Umwelt- und Verbraucherschutzverbände Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Verkehrsclub Deutschland (VCD) startete im März 2009. Ziel der Kampagne ist es, die Klimawirkung von Ruß in der politischen und öffentlichen Debatte zu thematisieren, Lösungswege aufzuzeigen und deren Umsetzung einzufordern. Neben Adressaten auf EU Ebene, beim Bund und den Ländern wenden wir uns insbesondere an Städte und Gemeinden, in denen ein Großteil der Dieselrußemissionen entsteht und die zugleich unter den daraus resultierenden Belastungen der Luft leiden. Denn eine Reduzierung von Dieselruß hilft nicht nur dem Klima, sie verbessert auch die Lebensbedingungen der Menschen in den Innenstädten und verringert die gesundheitsschädlichen Wirkungen.

Hintergrund-Flyer zur Kampagne

Hintergrund_Rußpartikel_2012_download.pdf

1.8 M

Wissenschaftlicher Workshop am 27. September 2012 in Berlin

Ruß, Ozon, Methan: Unterschätzte Klimatreiber und ihre Auswirkungen für Klima, Gesundheit und Wirtschaft

30 % der globalen Erwärmung werden von sogenannten kurzlebigen Klimatreibern verursacht. Zu ihnen gehören Ruß, bodennahes Ozon, Methan und Fluorkohlenwasserstoffe. Laut einer UNEP Studie (2011) kann die globale Klimaerwärmung um bis zu 0.5 °C im Jahr 2050 gemindert werden, wenn vor allem Ruß- und Methanemissionen drastisch reduziert werden.

Neben der Minderung von CO2 müssen wir den Ausstoß dieser Stoffe eindämmen, wenn wir unsere Klimaschutzziele erreichen möchten. In Europa haben vor allem regionale Maßnahmen im Verkehrs- und Energiesektor die größte Wirkung, da dort die höchsten Emissionen verzeichnet werden. Solche Maßnahmen werden auch die Zahl der rund 0.5 Millionen frühzeitigen Todesfälle durch die Belastung dieser Schadstoffe herabsetzen.

Hintergründe, Ursachen und Lösungsmöglichkeiten wurden auf dem Workshop  am 27. September 2012 in Berlin diskutiert, den die Kampagne „Rußfrei fürs Klima“ gemeinsam mit dem Institute for Advanced Sustainability Studies IASS veranstaltet. Der Leiter des Instituts, Prof. Dr. Klaus Töpfer, führte in die Thematik ein.

An der abschließenden Podiumsdiskussion nahmen teil:

  • Dr. Markus Amann (IIASA)
  • Dr. Axel Friedrich (Internationaler Verkehrsberater)
  • PD Dr.  Mark Lawrence (IASS)
  • Dr. Hermann Ott (MdB Bündnis 90/ Die Grünen)
  • Moderation: Daniel Eckold (DUH)

Das Hintergrundpapier zum Workshops, eine Zusammenfassung der Veranstaltung sowie die Vorträge der Referenten finden sie hier.

Materialien zum Wissenschaftlichen Workshop

Hintergrundpapier_27_Sept_Berlin_final.pdf

Zusammenfassung_SLCP_Workshop.pdf

Vortrag_Lawrence.pdf

Vortrag_Amann.pdf

Vortrag_Friedrich.pdf

Weitere Links zu dem Thema

Pressemitteilung zum Start der Kampagne vom 13.03.2009

Pressemitteilung München vom 23. April 2009

Pressemitteilung Hamburg vom 19. Mai 2009

Pressemitteilung Hannover vom 11. Juni 2009

www.blackcarbon.de


Strategieworkshop 6. und 7. November 2009

Flyer_Staedteworkshop.pdf

158 K

Projektträger/Kontakt:

Deutsche Umwelthilfe e.V.
Hackescher Markt 4
10178 Berlin
Telefon: +49 30 2400867 72
Telefax: +49 30 2400867 99
E-Mail: saar@duh.de
www.duh.de

Projektstart

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. und ihre Partner (Umwelt- und Verbraucherverbände sowie Verkehrsclubs) starteten die Aktion "Rußfrei für's Klima - kein Diesel ohne Filter!" im März 2009.