Die Esterweger Dose
Ein wichtiges Hochmoor Mitteleuropas
Durch die letzte Eiszeit - die vor rund 10.000 Jahren endete - bildeten Tone im Boden wasserstauende Schichten. Sie sind der Grund dafür, dass nach der Eiszeit im niedersächsischen Emsland ausgedehnte Hochmoorgebiete entstehen konnten.
Im Jahr 2005 wurde die „Esterweger Dose“ zum Naturschutzgebiet erklärt und war bis 1957 mit 4.700 Hektar das größte zusammenhängende Hochmoorgebiet Mitteleuropas. Auch nach dem Torfabbau ist das Moorgebiet mit seinem Regenerationspotential wertvoll.
Wiedervernässung und Artenschutz
Heute werden die abgetorften Flächen wieder vernässt. Seltene Arten wie Goldregenpfeifer, Rotschenkel, Kranich, Große Moosjungfer und Sonnentau bereichern die Hochmoorflächen.
Besonders der Südliche Goldregenpfeifer hat mit sieben Brutpaaren bis heute ausgehalten und ist buchstäblich vom Aussterben bedroht. Die wenigen Nester werden mit Temperaturfühlern rund um die Uhr überwacht und sind mit Zäunen gesichert. Als Lebensraum braucht er Hochmoore und feuchte Grasflächen mit niedrigem Bewuchs, die er gut übersehen kann.
Kohlestaub auf Torfschichten
Die Bemühungen, den Lebensraum "Moor" mit seinen bedrohten und geschützten Arten zu erhalten, könnten zunichte gemacht werden. Der Energiekonzern EnBW plant ganz in der Nähe bei Dörpen ein Steinkohlekraftwerk. Das Großkraftwerk soll schon 2013 in Betrieb gehen und würde dann jährlich bis zu 5 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausstoßen. So ganz nebenbei wird noch jede Menge Feinstaub in die Luft geschleudert, der sie dann mit Stickoxiden und Schwermetallen anreichert. Der Cocktail „Saurer Regen“, der daraus entsteht, belastet die Gesundheit sämtlicher Lebewesen. Für das Ökosystem Moor wären die Folgen fatal, denn die hochspezialisierten Pflanzengesellschaften sind auf magere Böden und ein kompliziertes Gleichgewicht angewiesen.
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Pressemitteilungen
- 09.02.2012 - Mit guten Beispielen voran: Von erfolgreichen Auen- und Hochwasserschutzprojekten lernen
- 02.02.2012 - Städte und Gemeinden gründen Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“
- 01.02.2012 - Grüne Städte braucht das Land – Kongress für „Biologische Vielfalt in Kommunen“ in Frankfurt am Main
- 18.01.2012 - Michael Spielmann folgt Rainer Baake als Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe
- 21.12.2011 - Die große Transformation erfordert mehr politische Steuerung und Ressourceneffizienz





