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Umweltbildung für Naturschützer der Zukunft

Sichtbare Erfolge im Hochland von Costa Rica

Umweltpavillion auf dem Mont Alto im Hochland von Costa Rica

Die Bewohner der Region Monte Alto haben in den vergangenen Jahrzehnten unmittelbar erfahren, wie wichtig eine intakte Natur ist. Deshalb engagieren sie sich auch für Umweltbildung. Ihre Heimatregion liegt auf der Halbinsel Nicoya im Nordwesten Costa Ricas auf etwa 800 Meter Meereshöhe. Der Rio Nosara ist die wichtigste Trink- und Nutzwasserquelle für die 8.000 Menschen in dem kleinen Ort Hojancha und den umliegenden Gemeinden.

Ursprünglich bedeckte wechselfeuchter tropischer Wald die Berge. In den 1980er Jahren wurde das Quellgebiet des Rio Nosara fast komplett abgeholzt, um Land für Viehweiden zu gewinnen. Gleichzeitig verschlangen Bauprojekte und neue Siedlungen an der nahen Pazifikküste das Wasser aus den Bergen. Deshalb führte der Rio Nosara damals am Ende der Trockenzeit kein Wasser mehr.

Wiederbewaldung hilft dem Wasserhaushalt

Rechtzeitig konnten Einheimische und die deutsche Naturschutzorganisation Tropica Verde e.V. der Region helfen. Aus einer Bürgerinitiative entstand die Stiftung „Fundación Pro Reserva Forestal Monte Alto (FMA)“. Sie setzte sich für ein 924 Hektar großes Waldschutzgebiet ein, das nun seit 15 Jahren besteht. Zusammen mit Tropica Verde erwarben die costa-ricanischen Naturschützer rund 350 Hektar ehemaliger Viehweiden im Quellgebiet des Rio Nosara und forsteten sie mit standortgerechten Baumarten auf. Mittlerweile entwickelte sich ein Sekundärwald, der sogar ein Rückzugsgebiet für Gürteltiere, Wildkatzen und seltene tropische Vögel ist. Der Rio Nosara führt nun wieder ganzjährig Wasser.

Umweltzentrum informiert über Waldschutzpfad

Die „Hojanchenos“ wissen, dass sie die heranwachsende Generation für den Naturschutz gewinnen müssen. Deshalb haben sie ein Umweltzentrum mit Ausstellungen über die Biodiversität, Geschichte und Kultur des Waldschutzgebietes errichtet. Auch Besucher steuern das Zentrum an und bieten damit dem Waldreservat eine Einnahmequelle. Die Unterstützung des Hand in Hand-Fonds ermöglichte den Bau des Umweltzentrums.

Das Zentrum liegt hoch über dem Aufforstungsgebiet. Der deutsche Botschafter Dr. Wolf Daerr schildert seine Eindrücke von der Einweihung im Sommer 2008: „Nach einer vierstündigen Fahrt auf einem steilen Schotterweg, kamen wir schließlich in dieser „Reserva Forestal“ an. Mitten durch einen echten Urwald gelangten wir zum neuen Begegnungszentrum und durch die weite Fensteröffnung bot sich ein großartiger Ausblick!“

Projekte in Costa Rica als PDF zum Herunterladen

Rapunzel_aus_welt3_2000.pdf

Projekt "Sauberer Fluss" in Tayutic

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