Eine Zunkunft für unsere Kraniche

- Kranichfamilie (Foto: Birgit Hase)
Im Herbst können mehr als 70.000 Kraniche beobachtet werden, die sich in der Niedermoorlandschaft im Rhinluch nordwestlich von Berlin für den Flug Richtung Süden sammeln. Feuchte Erlenwälder, Moore und ungestörte weite Räume sind Landschaften, in denen sich Kraniche wohlfühlen. Wo sie rasten brauchen sie absolute Ruhe und reichhaltige Nahrung, denn nun fordern Frühlingsgefühle ihre ganze Kraft.
Einige hundert Feuchtwiesen und naturnahe Teiche locken außerdem bis zu 50.000 nordische Enten und Gänse an. Zusammen mit dem Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch e.V. setzt sich die Deutsche Umwelthilfe seit Jahren für die Erhaltung diese Naturparadieses ein.
Engpass Nahrungsangebot
Vor allem die Wiedervernässung von Gräben wie im Rhinluch oder erhalten gebliebene Sümpfe kommen den Großvögeln und ihrer Beute zugute. Umgeben von knietiefem Wasser errichten sie ihre Bodennester auf Grasbulten und Erdhügeln. Für die Aufzucht der Jungen ist vor allem tierische Nahrung nötig wie Frösche, Molche, Schnecken und Würmer.
Bei der Frühjahrsankunft bleibt den Tieren jedoch nichts anderes übrig, als sich an der sprießenden Neusaat zu vergreifen um die ausgezehrten Reserven aufzufüllen. Das führt immer wieder zu Konflikten.
Kraniche brauchen Freunde

- Eine Beobachtung darf die Kraniche nicht stören (Foto: M. Wolf)
Im Rhinluch haben die Naturschützer viel Erfahrung gesammelt, um die Interessen von Kranichen, Landwirten und naturinteressierten Besuchern unter einen Hut zu bringen. Es ist dringend notwendig, taugliche Flächen für Kraniche auszuweiten, um die beliebten Sammelplätze zu entlasten. Dazu heißt es vor allem, die Landwirtschaft in den Kranichschutz einzubinden. Wohlmeinende und naturinteressierte Besucher wollen Beobachtungsplätze, die aber versteckt gelegen sein üssen, damit die emfpindlichen Kraniche die Beobachter nicht als Bedrohung wahrnehmen.
Helfen Sie den Kranichen!
In der Aktion Kranichschutz setzt sich die DUH dafür ein, dass wanderende Tierarten eine Chance haben und in unseren Kulturlandschaften überleben können.
- Mit 50 Euro werden rund 100 Besucher über kranichfreundliches Verhalten aufgeklärt. Im Herbst kommen rund 50.000 Tagestouristen.
- Für 300 Euro können 10 Meter Hecke als Sichtschutz gegen Kranichtouristen gepflanzt und 7 Jahre lang gepflegt werden.
- Für 500 Euro können wir rund 1.500 Quadratmeter Grünland erwerben, um das Niedermoor zu stabilisieren.
- 1.000 Euro pro Saison kostete das Maisfutter, um Kraniche von überlaufenen Rastplätzen abzulenken.
Hier können Sie online spenden
Pressemitteilung
- 02.02.2012 - Städte und Gemeinden gründen Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“
- 01.02.2012 - Grüne Städte braucht das Land – Kongress für „Biologische Vielfalt in Kommunen“ in Frankfurt am Main
- 18.01.2012 - Michael Spielmann folgt Rainer Baake als Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe
- 21.12.2011 - Die große Transformation erfordert mehr politische Steuerung und Ressourceneffizienz
- 20.12.2011 - Jetzt erschienen: Umweltmagazin zeo2 – Sieben Milliarden Menschen und eine Erde

