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Aktiver Regenwaldschutz in Bolivien

Die Erholungszeiten für tropische Böden werden immer kürzer

Das Ökosystem in Lateinamerika ist durch Abholzung und Brandrodung zur Erweiterung landwirtschaftlicher Nutzgebiete stark beeinträchtigt. Vor allem beim Reisanbau in den Tropen werden Brandrodung und Fällung von Wäldern noch angewandt. Dies verursacht irreversible Schäden des zerbrechlichen Ökosystems.

Workshops informieren über nachhaltigen Anbau

Deshalb bemüht sich die Zentrale der Genossenschaft EL CEIBO Ltd. zusammen mit der Beratungsstelle für ländliche Entwicklung und ökologische Landwirtschaft ECOTOP SRL sowie interessierten Kleinbauern um die Förderung ökologischer nachhaltiger Produktion einjähriger Kulturen wie Reis. In Workshops werden die Landwirte über Fruchtfolge, selektives Unkrautjäten, Pflanzenschnitt und Häckseln unterrichtet und bei der Einrichtung von Reisparzellen durch Fachleute unterstützt.

Nach einer natürlichen Regenerationphase des ausgelaugten Bodens durch Anpflanzung von Jackbohne, Erbse und Achote konnte eine erste Ernte von weißem Langkornreis im Frühjahr 2007 in die Schälanlage nach Palos Blancos gebracht werden und erbrachte 3082 Kilogramm. Der ganze Prozess von der Planung über die Einrichtung der Reisparzelle bis zu Anbau und Kulturpflege wurde für den Erhalt des Bio-Zertifikats dokumentiert. Eine Ausweitung der Herstellung von Reis ohne Brandrodung auch in anderen Bereichen der bolivianischen Tropen ist vorgesehen.

Gründe für den nachhaltigen Anbau

Bolivianischer Bauer bei der Reisernte

In vielen Gebieten der bolivianischen Tropen ist der Reisanbau einer der Hauptgründe für die zunehmende Abholzung der Berge sowie zahlreicher unkontrollierter Brände. Die Folgen sind verlängerte Trockenzeiten und sintflutartige Regenfälle, welche Überschwemmungen und Katastrophen auslösen. Dies ist aber vor allem auf mangelndes Wissen der Bevölkerung über die Notwendigkeit nachhaltiger Anbaumethoden zurückzuführen.

Folgen der Brandrodung

In der Region Alto Beni wurden Anfang der sechziger Jahre neue Siedlungen gegründet mit Emigranten aus ehemaligen Minen und der Hochebene, also Orten, an denen die natürlichen Ressourcen bereits ausgebeutet worden waren. Die Menschen suchten in einer für sie vollkommen unbekannten Umwelt – dem subtropischen Regenwald – nach neuen Überlebensmöglichkeiten. Als Folge der wiederholten Brandrodungen für den Reisanbau traten Probleme wie Unkraut, weniger Erträge und Krankheiten auf.

Projekte in Bolivien als PDF zum Herunterladen

Rapunzel_3_2008.pdf

Biol. Reis ohne Brandrodung EL CEIBO

173 K

Rapunzel_2_2008.pdf

Paranuss-Projekt CAMPESINO

764 K

Rapunzel_2_2007.pdf

Quiona-Projekt ANAPQUI

115 K

Rapunzel_4_2005.pdf

Ökoanbau- und Kinderschutzprojekte

115 K

Rapunzel_1_2002_1.pdf

Praktikum bei EL CEIBO Teil 1

2.1 M

Rapunzel_2_2002_2.pdf

Praktikum bei EL CEIBO Teil 2

1.9 M