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BaumHelden gesucht!

Eichen im Wörlitzer Gartenreich (Foto: B. Krummhaar)

Stieleichen, Feldulmen und Feldahorn sind dem Wechsel von Überschwemmung und Trockenheit an der Elbe gut angepasst. Etwas entfernt des Flusses bilden sie die so genannte Hartholzaue. Früher wurden Schweine durch die Hartholzaue getrieben, um sich an den nährhaften Eicheln satt zu fressen. Der Baumbestand lichtete sich und es entstanden parkähnliche Wiesen, auf denen kräftige Einzelbäume überlebten.

Im 18. Jahrhundert war diese Form der Bewirtschaftung schon ziemlich aus der Mode, als Fürst Leopold III in Sachsen-Anhalt  sein „Wörlitzer Gartenreich“ schuf Weil er den Anblick majestätischer Bäume liebte, stellte er kurzerhand per Erlass sämtliches Eichenholz unter seinen fürstlichen Schutz.

Prächtiger Solitär im Naturschatz

An der Mittleren Elbe sind die Hartholzauen stark zurückgegangen. Rodung, Trockenheit, Überweidung und Überalterung haben die Auen nach und nach ausgeräumt. Über 80 Prozent der verbliebenen Solitärbäume sind stark geschädigt. Sie drohen aus dem Landschaftsbild zu verschwinden – und damit ein Stück Natur- und Kulturgut, das von großer Bedeutung für die biologische Vielfalt ist.

Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich seit über 15 Jahren in ihrem Netzwerk Lebendige Elbe für die Erhaltung dieses Naturerbes ein. Ein wichtiger Meilenstein hierfür war die Schaffung des „Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe“ zu dem auch die UNESCO-Weltkulturerbestätte „Gartenreich Dessau-Wörlitz“ zählt.

Der Förder und -Landschaftspflegeverein Biosphärenreservat Mittelelbe hat es sich zum Ziel gesetzt, mithilfe der DUH und weiterer Förderer für den Fortbestand der Solitäreichen zu sorgen.

Für Nachwuchs sorgen

Grundschüler aus Wörlitz bei einer Pflanzaktion. (Foto: I. Wittig/DUH)

Um den Bestand zu erhalten müssen jährlich 80 bis 100 Bäume nachgepflanzt werden. Freiwillige junge Helfer aus dem Netzwerk „Schulen für Lebendige Elbe“ der DUH engagierten sich und pflanzten im letzten Jahr 40 neue Eichen. Damit konnten wir junge Menschen für Natur- und Kulturerbe begeistern und Naturschutz erlebbar machen.

Quartiere für Eichen

Damit die jungen Zöglinge zu imposanten Baumkerlen heranwachsen, brauchen sie Pflege und Unterstützung. Immer sieben bis neun junge Pflanzen bilden ein von einem Holzgatter umgebenes Eichenquartier. Es dient dem Schutz vor Wildverbiss und Beschädigung durch Eisgang und Schwemmholz. Erst nach 10-15 Jahren kann die Umzäunung entfernt werden. Bis dahin muss regelmäßig kontrolliert, der Unterwuchs entfernt und die unteren Äste müssen beschnitten werden.

BaumHelden gesucht!

Ihre Spenden erhalten die Solitärbäume im Biosphärenreservat Mittelelbe. Bitte helfen Sie uns dabei!

  • 200 Euro kostet ein Eichenquartier mit Umzäunung
  • 75 Euro pro Jahr gewährleisten die Überlebenspflege für die Pflanzung
  • 35 Euro finanzieren eine große Pflanzgrube oder einen Wildverbisszaun

Hier können Sie online spenden!


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