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Fledermäuse im südlichen Brandenburg

Braunes Langohr (Foto: Hartmut Richter)

Höhlen und alte Gemäuer sind im Winter ein Eldorado für Fledermäuse. Dunkel, feucht und ruhig muss das Winterquartier sein, denn werden die Tiere in ihrer Winterruhe gestört, verlieren sie die Energie, die sie eigentlich für den Winter brauchen. Im südllichen Brandenburg findet sich so ein Fledermausrevier.

Bei Hohenleipisch gibt es ein ehemaliges Munitionsdepot, das sich nach dem Abzug der russischen Truppen als regelrechte Naturoase erwies: abgeschieden mit alten Baumbeständen, Sumpflöchern und von schweren Fahrzeugen zerfurchten Sandpisten. Die Fläche wurde 1996 als Naturschutzgebiet in den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft eingegliedert. Das Besondere sind rund 100 Bunker im Wald, die heute „verlassen“ vor sich hin modern. Für uns unheimlich – für die Fledermäuse sind sie ein Glücksfall!

Aber das Fledermausparadies ist gefährdet: Die schweren Metalltore und Gitter, mit denen die Bunker verschlossen waren, sind herausgerissen worden. Seitdem haben Eindringlinge ein leichtes Spiel. Für Fledermäuse ist das Quartier verloren, wenn es zugig und trocken wird. Hier muss schnellstens Abhilfe geschaffen werden.

Sichere Winterquartiere

Nur die Fledermäuse, die sich einen ausreichenden Winterspeck angefressen haben und nicht gestört werden, haben eine Chance, den langen insektenarmen Winter zu überleben. Sie überwintern jedoch nicht etwa im Schlaf, sondern in einem Zustand der Lethargie, wobei sie durchaus ihre Umgebung wahrnehmen. Der Herzschlag wird bis auf wenige Schläge in der Minute abgesenkt und der gesamte Stoffwechsel und die Körpertemperatur werden heruntergefahren. Bei Störungen reagieren Fledermäuse und versuchen selbst mitten im Winter ein neues Quartier zu finden. Allerdings kostet sie das wertvolle Körperreserven und nicht alle Tiere überleben es. Außerdem sind sie auf konstante Raumtemperatur und ausreichende Feuchtigkeit angewiesen.

Der Bunkerwald von Hohenleipisch


Kraft für den Sommer

Geöffneter Bunker (Foto: Lars Thielemann)

Damit die Fledermäuse im Frühjahr schnell zu Kräften kommen und ihre Jungen aufziehen können, brauchen sie ergiebige Jagdreviere. Wasserflächen und insektenreiche Heideflächen ohne Schadstoffbelastung sind vorhanden. In den Altholzbeständen gibt es genügend  Baumhöhlen und Unterschlupf. Aber bodennahe Nahrungsareale drohen verloren zu gehen. Um das zu verhindern, sollen ein zugewachsener Feuerlöschteich und verbuschte Sandrasenflächen frei gemacht werden.

Der Förderverein des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft e.V. ist Partner der DUH und setzt sich vor Ort für die Verbesserung der Fledermaus-Lebensräume ein.



Hilfen für Fledermäuse

Info_Fledermaus_2009_A4_ausdruck.pdf

Mit Bauanleitung für Fledermauskästen

749 K


Fledermäuse suchen Freunde!

Wenn Sie für Fledermäuse spenden:

  • findet eine Fledermaus für 50 Euro einen Sommerunterschlupf (Fledermauskasten)
  • können für 100 Euro 500 m 2 Fläche entbuscht werden
  • kann ein Bunker für 2.000 Euro fledermausgerecht abgesperrt werden