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Lebendiger Hochrhein

Ein Blick auf den Rheinübergang Rheinfelden zwischen dem deutschen und dem schweizerischen Stadtteil. Foto: BUND Hochrhein

Der Hochrhein durchfließt vom Austritt des Bodensees bis hin zum Rheinknie von Basel eine Strecke von 145 Kilometern. Diese ist sehr gefällereich, weshalb der Rhein bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts ein wilder Fluss mit einem engen und tief eingeschnittenen Flussbett war. Die gewaltige Macht des Hochrheins ist heute z. B. noch am Rheinfall oder am Kadelburger Laufen deutlich sichtbar. Genauso bekannt waren auch die Stromschnellen bei Laufenburg.

Unser Projektpartner
Förderer
Der Zusammenfluss von Aare und Rhein bei Waldshut mit Atomkraftwerk Leibstadt. Das Hochrheintal ist ein dicht besiedelter Raum und gleichzeitig Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland. Foto: Anton Wiesmann

Die Lachse, eine Leitart des früheren unverbauten Hochrheins, sind durch die Verbauung des Rheins vollständig verschwunden. Bis ins zwanzigste Jahrhundert sind sie bis zum Rheinfall aufstiegen. Dann kamen im Hochrhein etliche von Menschenhand geschaffene Barrieren hinzu: die Staudämme der großen Hochrhein-Kraftwerke. Im heutigen Ausbauzustand gibt es 13 Stauwehre zwischen Schaffhausen und Birsfelden.

Das Projekt

Im Rahmen des Projektes sollen der Hochrhein und seine Seitenflüsse wieder naturnäher gestaltet werden. Dazu werden auf deutscher und Schweizer Seite des Rheins, wo immer möglich, Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. Dies geschieht in Zusammenarbeit des BUND Hochrhein mit NABU, Deutscher Umwelthilfe sowie Natur- und Umweltschutzverbänden der beiden Rheinufer.

Der BUND wird sich bietende Möglichkeiten ausschöpfen, um der Natur am Hochrhein zu mehr Geltung zu verhelfen. Er engagiert sich gemeinsam mit seinen Partnern diesseits und jenseits des Rheins, um weitere Teilprojekte zu verwirklichen. Hierbei stehen praktikable Lösungen im Vordergrund, die "ökologischen Trittsteine" in der Hochrheinregion schaffen.

Unter www.lebendiger-hochrhein.de werden abgeschlossene und aktuell laufende Projekte vorgestellt. Durch die vielseitige Projektarbeit im Rahmen von "Lebendiger Hochrhein" besteht ein ausgezeichneter Kontakt zu den Wasserbehörden und Rathäusern sowie Verwaltungen in der Region. Weitere Impulse gibt die Wasserrahmen-Richtlinie am Hochrhein, die seit 2002 in Kraft ist.

Veranstaltungsprogramm 2007

Vier Umweltverbände aus der Schweiz und Deutschland werden in 2007 entlang des Hochrheins ein Veranstaltungsprogramm unter dem Motto „Lebendiger Hochrhein“ mit Exkursionen, Führungen und anderen Aktivitäten organisieren. In dem Bereich zwischen Aaremündung und Birsmündung sind zwanzig Veranstaltungen geplant, die zur Hälfte von deutscher und zur Hälfte von Schweizer Seite geplant und durchgeführt werden. Die Themen sind breit gefächert, es werden erdgeschichtliche, landschaftliche, historische und vor allem naturkundliche Themen angesprochen. Dabei soll der Rhein nicht als Grenze, sondern als verbindendes Element erlebt werden.

Kontakt
(Foto: Privat).

BUND Regionalverband Hochrhein
Ulrich Faigle
Hebelstr. 23 a
79618 Rheinfelden

Tel. 07623-62870
Fax 07623-799852