Das Projektgebiet
Die Lisei ist ein alter Bauernwald im Naturpark Elbufer Drawehn in Niedersachsen. Auf rund 30 Hektar kommen elf verschiedene Laubbaumarten in diesem Eichen-Buchenwald vor, der in enger Nachbarschaft zu ausgedehnten Feuchtgebieten liegt. Seit 1939 ist er wegen seiner Bedeutung für den Naturschutz als Landschaftsschutzgebiet eingestuft.
Höhlenbäume und Mergelgruben
Die Lisei war früher an rund 80 Eigentümer aufgeteilt, heute sind es noch etwa 50. Nur einen schmalen Streifen - oft gerade sieben oder acht Meter breit - besaß der Einzelne zur Holzgewinnung für den Hausbau. Den Lehm für die Hauswände und auch für die Aufbesserung des Ackerbodens entnahmen die Dörfler ebenfalls dem Wald. So entstanden im Laufe der Jahrhunderte viele kleine und auch größere Lehmgruben. Sie sind heute noch in dem abenteuerlich durchlöcherten Bodenrelief zu erkennen. Im Frühjahr stehen diese Gruben lange Zeit unter Wasser und dienen Kammmolchen, Teichmolchen und Grasfröschen als Laichgewässer.
Paradies der Artenvielfalt
Alte Höhlenbäume wie im Liseiwald sind ein wichtiger Lebensraum für viele Arten. Pirol, Rotmilan und Kolkrabe brüten in den Baumkronen von Buchen und Eichen. Neben vielen anderen Singvogelarten kommen im Liseiwald bemerkenswert viele Spechtarten vor. Auch Brandtfledermaus, Fransenfledermaus oder Bechsteinfledermaus finden in dem alten Wald und den angrenzenden Feuchtlebensräumen reichlich Nahrung.
Auch am Boden herrscht Vielfalt: über 300 Pilzarten sind in der Lisei nachgewiesen, ein Pilzreichtum an den die meisten Wirtschaftswälder nicht einmal annähernd herankommen. Intakte Buchen-Eichenwälder mit Altholzbeständen wie die Lisei können 7000 Tierarten beherbergen, darunter 5200 Insektenarten.
Pressemitteilungen
- 09.02.2012 - Mit guten Beispielen voran: Von erfolgreichen Auen- und Hochwasserschutzprojekten lernen
- 02.02.2012 - Städte und Gemeinden gründen Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“
- 01.02.2012 - Grüne Städte braucht das Land – Kongress für „Biologische Vielfalt in Kommunen“ in Frankfurt am Main
- 18.01.2012 - Michael Spielmann folgt Rainer Baake als Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe
- 21.12.2011 - Die große Transformation erfordert mehr politische Steuerung und Ressourceneffizienz



