Rettung für das Okavango-Delta

- Bild: R. Eckhoff
Mitten in der Südspitze Afrikas, im Nordwesten Botsuanas, liegt mit dem Okavango-Delta eines der größten und tierreichsten Feuchtgebiete Afrikas. Der mächtige Okawango-Fluß fächert sich dabei auf und versickert im Becken der Kalahari-Wüste. Zur Regenzeit verwandelt der Fluss dieses Wüstenbecken in ein Paradies für alle im südlichen Afrika vorkommenden Arten.
Was für die Tierwelt des Binnendeltas ein Segen ist, erschwert jedoch die Arbeit von Dr. Karen Ross, die sich in Bostuana seit über 20 Jahren für den Naturschutz einsetzt. Für diese Arbeit campiert sie monatelang auf ihrem kleinen Grundstück inmitten der Wildnis. Lange Wege, unerwartete Hindernisse und schwierige Kommunikation sind nichts Neues für die passionierte Naturschützerin. Sie hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, das bislang schwer zugängiliche Naturparadies zu schützen - am besten mit dem Titel UNESCO-Weltnaturerbestätte. Die Chancen dafür stehen jetzt gerade außerordentlich gut.
Lebensader in Gefahr
Lange Zeit war das Okavango-Delta auf dem Landweg nur schwer zu erreichen. Als Naturphänomen und größtes Binnendelta der Welt mit rund 16.000 km² beherbergt es eine faszinierende Tierwelt. 500 Vogelarten und eine große Anzahl verschiedenster Säugetiere, darunter die "Big Five": Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe und Leopard. Auch gefährdete Arten wie Wildhunde und Litschi-Wasserböcke sind hier noch zu finden.
Die wechselnden Wasserstände haben die unterschiedlichsten Lebensräume und Landschaften geschaffen: Sümpfe, Savannen, Wälder und Halbwüsten. Rund 50.000 Menschen leben hier, sie leben vor allem von der Fischerei und einem noch recht zaghaften, naturverträglichen Tourismus.
Eine große Gefahr für dieses Paradies sind jedoch die aufstrebenden Diamantenminen der De Beers Corporation. Sie verbrauchen für den industriellen Abbau der wertvollen Steien gigantische Mengen an Wasser. Auch das Nachbarland Namibia will den Okavango-Fluss anzapfen um Wasser für seine Hauptstadt Windhuk und die Landwirtschaft zu gewinnen. Beides gefährdet den Okavango, die Lebensader für die Tier- und Pflanzenwelt im Okavango-Delta.
ein international heiß begehrter Titel
Er gilt seit 1972 als das international bedeutendste Instrument, das jemals von der Völkergemeinschaft zum Schutz ihres kulturellen und natürlichen Erbes geschaffen wurde. Über 900 Natur- und Kulturstätten weltweit hat die Weltorgaisation UNESCO als besonders schutzwürdig gelistet, davon 180 Naturerbestätten. Botsuana hat bislang nur eine (Kultur) Welterbestätte. 1.524 neue Vorschläge liegen dem Welterbe-Komittee vor, das nur einmal im Jahr nach eingehender Prüfung neue Titel verleiht.
Naturerbe der Menschheit
Die Regierung in Botsuana hat den Wert des Okavango-Deltas erkannt und sieht auch die Notwendigkeit eines international anerkannten Schutzes für das Naturparadies. Erst kürzlich würdigte der Präsident S. K. Ian Khama die Leistungen von Karen Ross in einem persönlichen Brief. Dank ihrer Vorarbeiten konnte die Regierung von Bostuana die schwierigen formellen Anforderungen erfüllen und das Okavango-Delta auf die Vorschlagsliste der UNESCO bringen. Zwei lange Jahre Arbeit hatte die passionierte Naturschützerin in die mühevolle zwischenstaatliche Abstimmung investiert.
Möglich gemacht wurde dies nicht zuletzt dank der finanziellen Unterstützung durch die Deutsche Umwelthilfe. Doch nun droht dem Vorhaben auf der Zielgeraden das Geld auszugehen.
Helfen Sie deshalb mit, das Okavango-Delta zu retten
und unter einen wirksamen Schutz zu stellen. Das Ziel ist nah: Schon 2012 könnte die begehrte Welterbe-Deklaration ausgesprochen werden.
Spenden Sie jetzt online oder unterstützen sie die Arbeit im Okavangodelta und anderen Projekten des internationalen Natur und Klimaschutzes jetzt mit einer Wildhund-Patenschaft.
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