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Bildung als Basis

Unterricht in der Partuca-Schule - Bild: H. Hoops

Grundschulbildung ist die essenzielle Voraussetzung für ein mündiges und selbst bestimmtes Leben. Zahllosen der hier am Rande der Existenz wirtschaftenden Kleinbauernfamilien mangelt es an ökologischem Grundverständnis, an grundlegenden Kenntnissen über Landwirtschaft, Hygiene, Gesundheitsvorsorge, Familienplanung und Ernährung.

Schulen für Patuca

Bereits 10 Schulen hat Patuca im Nationalpark gegründet - Grafik: Patuca e.V.

1998 eröffnete der Patuca e.V. seine erste Regenwaldschule im Nationalpark Patuca. Bis dahin hatten 90% der Kinder dort keine Chance, eine Schule zu besuchen. Mittlerweile besuchen die Kinder der Siedler aus 12 Dörfern eine Grundschule. Die Schulen beginnen zumeist improvisiert. An ihrem weiteren Auf- und Ausbau wird laufend gearbeitet. Eine große Herausforderung stellt die Schaffung von Kontinuität im Schulbetrieb dar. Den Eltern ist es ein großes Anliegen, dass sie ihre Kinder in die Schule schicken können. Sie unterstützen die Bildungsinitiative von Patuca mit Arbeitseinsätzen und in einem Elternkomittee.

Das neue Bildungsangebot eröffnet den Kindern persönliche Zukunftsperspektiven. Gleichzeitig findet ein erweitertes Bewusstsein für die Umweltbedrohungen ihrer Heimat Eingang in die Familien.


Fokus Umweltbildung

Bildung und Umweltbildung sind nicht nur bei der Arbeit mit den Kindern ein Schlüssel zum Erfolg. Dem Patuca e.V. gelang es damit, mit Unterstützung der DUH eine wirtschaftlich nachhaltige und ökologisch verträgliche Entwicklung einzuleiten: Farmer wurden im ökologischen Landbau ausgebildet. Mit Hilfe des in Deutschland ansässigen Patuca-Vereins und der staatlichen honduranischen Landwirtschaftsschule ENA starteten Farmer Wiederaufforstungsaktionen. Ein Schweinezuchtprojekt sichert heute die Ernährung von 15 Siedlerfamilien, die somit auf die Tapir-Jagd verzichten können.