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Regenwaldschutz ist Artenschutz

Auf sanften Pfoten streicht der Jaguar durch das undurchdringliche Dickicht des Regenwalds auf der Pirsch nach Beute. Und davon gibt es im artenreichen Tropenwald eine reiche Auswahl: Hirsche, Tapire Gürteltiere oder Affen stehen auf seinem Speiseplan ebenso, wie Fische und sogar Kaimane – insgesamt mehr als 85 Arten. Die Vielfalt ist auch nötig, um den Hunger der drittgrößten Raubkatze der Erde zu stillen braucht jeder Jaguar ein Revier mit bis zu 150 km² Größe.

Durch Brandrodung und Landnahme dringt der Mensch in diese Reviere ein und nimmt dem Jaguar und einen Teil seiner Lebensgrundlage. Die von den Menschen gehaltenen Nutztiere stellen für ihn einen willkommenen Ausgleich dafür dar – Konflikte sind vorprogrammiert. So ist die Jagd eine der größten Bedrohungen für den Jaguar.

Bild: B.Baumgartner

Unser langjähriger Partner in Honduras – die Asociación Patuca hat sich dem Schutz der großen zusammenhängenden Regenwaldflächen im Westen des Landes verschrieben. Das 3700 km² große Schutzgebiet wird  vor allem am Rand und entlang seiner Flussläufe immer wieder durch Brandrodung und illegalen Holzeinschlag in Mitleidenschaft gezogen. In eigenen Baumschulen werden heimische Arten aufgezogen, mit denen die gerodeten Waldflächen wieder aufgeforstet werden. In diese Projekte werden die Bauern der Region mit einbezogen, sie erhalten ein kleines Gehalt, und kümmern sich um die Bäume bis diese selbst überlebensfähig sind.

Der Tucan gehört zu den bedrohten Arten für die der Nationalpark das Überleben sichert - Bild:Asociación Patuca

Um den Nationalpark zu erhalten ist es zudem immer wieder nötig, besonders bedrohte Landstücke zu kaufen, um sie für die Natur zu erhalten. Wirkungsvolle Schritte gegen die Vernichtung des tropischen Regenwaldes in Mittelamerika sind in greifbare Nähe gerückt. Der Asociación Patuca ist etwas Außergewöhnliches gelungen: Die staatliche Forstbehörde in Honduras hat das internationale Team aus Deutschland, der Schweiz, Italien, USA und Mittelamerika als verantwortliche Organisation für den Nationalpark Patuca offiziell anerkannt. Doch mit dieser großen Verantwortung sind keine finanziellen Mittel verbunden. Einen Maßnahmenplan hat die Asociación bereits ausgearbeitet: Umfassende Aufforstungen sind vorgesehen, neue Siedlungen müssen abgewehrt werden. Allen bestehenden Gemeinden mit ihren Kleinbauern sollen Perspektiven für ein Nachhaltiges Wirtschaften angeboten werden. Für die rasche Umsetzung dieser Schritte brauchen wir Ihre Hilfe!