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Wale und Delfine vor La Gomera

Rauzahndelfine schwimmen in Formationen in den kanarischen Gewässern. (Foto: M.E.E.R. e.V.)

Das Urlaubsparadies La Gomera ist auch ein Paradies für Wale und Delfine - noch! Unzählige Meeressäuger leben ganzjährig in den kanarischen Gewässern: Große Tümmler, Rauzahndelfine, Blau-Weiße Delfine, Blainville-Schnabelwale - eine Vielfalt, die keinen Vergleich kennt. Zügeldelfine reiten die Bugwellen von Schiffen. Gemeine Große Tümmler ziehen in Gruppen vor der Küste entlang.

Doch auch hier nehmen die Gefahren zu. Besonders die immer häufiger verkehrenden Schnellfähren werden zu einer tödlichen Gefahr für die Meeres-säuger. Die Berichte über Schiffskollisionen mit Walen und Delfinen häufen sich, verstümmelte Kadaver der Tiere werden immer wieder an die Strände gespült.

Hinzu kommen unkontrollierte Müllentsorgung im Meer, Überfischung und zu allem Überfluss gibt es auch noch rücksichtslose Whale-Watcher, die die Regeln naturverträglicher Walbeobachtung sträflich missachten. Sie treiben die Tiere mit ihren Booten regelrecht vor sich her.

Unser Partner auf den Kanaren: M.E.E.R e.V.

Der Verein M.E.E.R. e.V. ist seit Jahren auf den Kanaren zum Schutz der Wale und Delfine aktiv. Er setzt sich gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe für die Einrichtung eines Meeresschutzgebietes, Geschwindigkeitsbeschränkungen für Fähren und naturverträgliches Whale Watching ein.

Sanftes Whale Watching ist ein wichtiges Ziel.Foto: M.E.E.R. e.V.

Mit einem Forschungs- und Bildungszentrum auf La Gomera,wollen die engagierten Tierschützer jetzt die Basis für eine umfassende und kontinuierliche Information der Touristen auf den Kanaren schaffen und die positive Stimmung für den Meeresschutz verstärken. Ein Teil der benötigten Gelder ist schon gesichert. DUH und M.E.E.R. e.V. haben sich das Ziel gesetzt, die Eröffnung noch 2007, im UN-Jahr des Delfins zu ermöglichen.

Der gemeinnützige Verein setzt sich mit seinem Projekt M.E.E.R. La Gomera dafür ein, dass die Begegnung zwischen Menschen und Walen mit Respekt und Rücksicht erfolgt. Dies wird gewährleistet, indem Walbeobachtungstourismus mit wissenschaftlicher Forschung und Öffentlichkeitsarbeit ergänzt wird.

Wale und Delfine sind sehr empfindlich gegenüber Meeresverschmutzungen, Lärm und Störungen. Bei Info-Abenden und Wal-Beobachtungsfahrten werben die Fachleute für den Lebensraum- und Artenschutz.

Im Meer treibende Netze und Überfischung gefährden Wale und Delfine. (Foto: M.E.E.R. e.V.)
Hafenausbau und Fischfarmen bedrohen das Naturerbe der Kanaren. (Foto: M.E.E.R e.V.)